Seit fast neun Jahren begleitet mich das außergewöhnliche "Projekt" Sendigbrunnen, dass im September 2011, mit Abschluss der Restaurierung, sein Ende finden wird.

Ich erinnere mich, dass ich an einem unspektakulären Tag ziellos im Internet surfte. Zufällig stieß ich auf die engagierte, aber leider unattraktive Website der " Interessengemeinschaft Sendigbrunnen Bad Schandau". Kurz entschlossen suchte ich Kontakt zum Betreiber und bot meine Hilfe an. Bald darauf bestellte ich die Domains sendig-brunnen.de und sendigbrunnen.de, übernahm seither die Hosting-Kosten und natürlich Layoutgestaltung und Pflege. Neuigkeiten für die Seite waren stets Mangelware, so dass diese oft erst aus der Presse entnommen wurden. Über die Gründe hierfür kann ich nur spekulieren.

Screenshot der Website www.sendigbrunnen.de

Website bis August 2011

Ich beschloss den Bildhauer und Restaurator des Brunnens kennenzulernen und nach einem Telefonat mit ihm, trafen wir uns in seinem Atelier in Radebeul. Eberhard Wolf ist einer der freundlichsten, herzlichsten und quirligsten Menschen, die ich je kennenlernen durfte. Im Atelier gab es tausend Dinge zu sehen und Eberhard Wolf erklärte sie in unermüdlicher wie auch unvergleichlicher Weise. So hätten wir Stunden und sicherlich auch Tage darüber sprechen können ohne einen Gegenstand zweimal zu thematisieren. Ich war beeindruckt und dachte mir, was mich interessiert, wird für andere sicherlich auch interessant sein. So begannen die ersten Filmaufnahmen.

Stephan Rose beim Dreh des Aufbaus vom tektonischen Teil im Jahr 2008

Dreharbeiten beim Aufbau des tektonischer Teils im Jahr 2008
Foto: Eberhard Wolf

Seither gab und gibt es etliche Gelegenheiten die Arbeitsschritte zu begleiten. Wenngleich die "Dokumentation" nicht lückenlos ist, ermöglichen die Aufnahmen einen einzigartigen und unwiederbringliche Einblick hinter die Kulissen der Rekonstruktion. Die Treffen im Atelier mit Cappuccino und Keksen werden außerdem unvergessen bleiben.



Kurzer Werbeclip im Atelier, 2008




Beitrag zur Ausstellung Eberhard Wolf in Bad Schandau, 2009

Auch wenn 2011 der Brunnen fertig sein wird, die Arbeit am "Projekt" ist noch nicht beendet. Ich bin gespannt, ob und wie die Stadt Bad Schandau die neue Attraktion touristisch nutzt und in ein Marketingkonzept integriert. Man darf also gespannt bleiben, denn um mit dem Motto Eberhard Wolfs zu schließen:

„Nur die Sache ist verloren, die man aufgibt“
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